Bockbier
Ein Begriff, der unter Bierfreunden bisweilen für Verwirrung sorgt, ist der
des sogenannten Bockbieres, der ganz unterschiedlich eng oder weit gefasst
verstanden wird. Tatsächlich bezeichnet ein Bock- oder auch Starkbier ganz
allgemein zunächst jedes Bier, dessen Stammwürzgehalt über 16 Prozent liegt.
Überwiegend werden jedoch untergärige Biere so bezeichnet.
Unter den Begriff des Doppelbock fallen dann alle Bockbiere, deren
Stammwürzgehalt sogar über 18 Prozent liegt, also noch
geschmacksintensivere, stärkere Biere, deren Name oft (wie etwa beim
ältesten Doppelbock, dem Münchner Salvator) auf „-ator“ endet. Traditionell
werden Doppelbockbiere fast ausschließlich um die Fastenzeit herum gebraut.
Bock- und Doppelbockbiere zeichnen sich durch einen sehr kräftigen Geschmack
aus und verfügen zum Teil über einen ungewöhnlich hohen Alkoholgehalt. So
erreicht man durch geeignete Gärprozesse bis zu 13 Volumenprozent Alkohol,
ehe sich die Bierhefe durch weitere Produktion von Alkohol selbst tötet.
Dennoch findet man auch noch stärkere Bockbiere, bei denen der Alkoholgehalt
durch das nachträgliche Entziehen von Wasser (beispielsweise durch extremes
Kühlen und entfernen des gefrorenen Wassers wie beim sogenannten Eisbock)
nochmals erhöht wird.